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Presse: Salzgitter erwartet Umsatz von über 7 Mrd. Euro


17.11.2005
aktiencheck.de

Der Stahlkocher Salzgitter AG (ISIN DE0006202005 / WKN 620200) geht für das laufende Fiskaljahr von einer Umsatzsteigerung auf mehr als 7 Mrd. Euro aus.

"Wir erwarten, dass wir zum Jahresende einen Umsatz von sieben Milliarden Euro erreicht haben" wird der Vorstandsvorsitzende Wolfgang Leese vom "Handelsblatt" anlässlich der außerordentlichen Hauptversammlung zitiert. Im Fiskaljahr 2004 hatte der zweitgrößte Stahlhersteller einen Gesamtumsatz von 5,94 Mrd. Euro erreicht. Im Rahmen der Versammlung soll eine Veränderung der Konzernstruktur beschlossen werden, mit der Salzgitter Steuern sparen will.


In den ersten neun Monaten hatte der Konzern ein Rekordergebnis eingefahren und die Gewinnprognose für das Gesamtjahr erhöht. Dabei peilt man einen Vorsteuergewinn von mindestens 700 Mio. Euro an. Bei den aufgrund der starken Nachfrage aus China angetriebenen Stahlpreisentwicklung sieht der Vorstandschef derzeit keine Entspannung: "Hinzu kommen unzureichende Transportkapazitäten", sagte Leese. "Mit einer weitgehenden Entspannung dieser Lage ist erst nach Investitionen in den nächsten Jahren zu rechnen." Inwieweit Salzgitter die gestiegenen Rohstoffpreise an die Kunden weitergeben kann, hängt dabei nach den Worten des Vorstandsvorsitzenden von der konjunkturellen Lage ab.

Mit der geänderten Struktur können einzelne Konzerngesellschaften Gewinne und Verluste untereinander sowie mit steuerlichen Verlustvorträgen der Mannesmann-Röhrenwerke verrechnen und so Steuern sparen. "Zurzeit können diese Verlustvorträge nur von Gesellschaften des Unternehmensbereichs Röhren genutzt werden", sagte Leese. Bislang ist dies in den Sparten Stahl, Handel und Dienstleistungen nicht möglich, hieß es weiter.

Die steuerlichen Nachteile aus der bisherigen Struktur hatte der im MDAX notierte Konzern für 2005 und die Folgejahre auf 130 bis 150 Mio. Euro beziffert.

Die Aktie von Salzgitter notiert aktuell mit einem Plus von 3,39 Prozent bei 40,31 Euro.



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